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Kronen Zeitung

vor 2 Stunden
ADMIRAL Bundesliga

NACH 1:0-ARBEITSSIEG

Ingolitsch sieht „ersten Turnaround geschafft“

krone Sport

Sturm Graz sieht die Bäume nach dem 1:0-Arbeitssieg bei der Ligapremiere von Trainer Fabio Ingolitsch gegen die SV Ried noch nicht in den Himmel wachsen. Der Titelverteidiger liegt vier Runden vor Ende des Bundesliga-Grunddurchganges aber nur einen Zähler hinter dem Spitzenduo Salzburg und LASK. „Der erste Turnaround ist geschafft“, meinte Ingolitsch nach zuletzt durchwachsenen Leistungen und dem Cup-Aus vergangene Woche bei seinem Ex-Klub Altach.


Den Einzug in die Meistergruppe sieht Ingolitsch trotz fünf Punkten Vorsprung auf die siebentplatzierten Rieder nicht als Selbstläufer. „Es war ein Schnittspiel, die Liga ist so eng wie noch nie. Es war mit dem wichtigen Sieg ein guter Schritt, aber wir haben noch vier Endspiele.“ Das nächste geht am Samstag bei der WSG Tirol über die Bühne. Auswärts machten die Grazer im Herbst unter seinem Vorgänger Jürgen Säumel deutlich mehr Punkte als daheim. „Die Mannschaft muss wieder das Vertrauen gewinnen, zu Hause stark zu sein“, betonte Ingolitsch.

Als Basis sieht der 33-Jährige eine solide Defensive. Offensive Feuerwerke sind von Sturm vorerst nicht zu erwarten. Die beiden Siege in den bisher vier Pflichtspielen unter Ingolitsch: ein 1:0 gegen Brann Bergen und ein 1:0 gegen Ried. „Es ist mein Ziel, so oft wie möglich zu Null zu spielen. Vorne sind wir dann immer für ein Tor gut“, meinte der Neo-Trainer. Als Coach von Altach hätte sein Team bis zur Winterpause die wenigsten Gegentore der Liga erhalten (19). „Warum soll das nicht mit Sturm Graz genauso gelingen?“

Sturm will „Schippe drauflegen“
Sein Team hätte bei Standardsituationen einen sehr guten Job gemacht, für das Goldtor sorgte der eingewechselte Jacob Peter Hödl. Sonderlob gab es nach dem erst dritten Sturm-Heimsieg der Ligasaison zudem für die Neuzugänge. „Mit der Integration der neuen Spieler bin ich sehr zufrieden“, sagte Ingolitsch. Paul-Friedrich Koller, der ihm aus Altach gefolgt war, habe „viel wegverteidigt“ und die Lufthoheit gehabt, Debütant Ryan Fosso sei „sehr präsent“ gewesen. „Wir haben es nicht geschafft, im Flachpassspiel Lösungen zu finden“, erkannte Ingolitsch aber auch Schattenseiten. Rieds „Riesen in der Abwehr“ hätten es schwer gemacht.

Ähnlich sah es Verteidiger Emir Karic: „Wir hätten gerne viel mehr Fußball gespielt. Es ist aber schwierig, gegen diese Mannschaft ein gutes Kombinationsspiel aufzubauen.“ Viele Einwürfe ließen keinen Rhythmus ins Spiel kommen. „Arbeitssiege wie dieser helfen weiter, auch wenn wir nicht 100 Prozent zufrieden sind“, betonte Karic. „Es ist eine kleine Erleichterung, aber wir müssen schon noch eine Schippe drauflegen.“

Das gilt auch für die Rieder. „Es war kein perfektes Spiel von uns, aber wir haben das Zeug, besser zu sein“, meinte Trainer Maximilian Senft, der Ende Dezember beinahe selbst bei Sturm angeheuert hätte. Er könne seiner Mannschaft nichts vorwerfen, außer dass man die Konter besser zu Ende spielen müsse. „Wir hätten uns mindestens einen Punkt verdient.“ Das Saisonziel sei der Klassenerhalt. „Wir haben aber nach dem Herbst eine sehr gute Situation, sind im Kampf um das obere Play-off – und diesen Kampf nehmen wir an.“ Nach einem Heimderby am Samstag gegen den LASK als Vorgeschmack auf das Cup-Halbfinale Anfang März warten Gastspiele bei den Nachzüglern WSG und GAK auf den Aufsteiger.

Auch Altach und WAC im Meistergruppe-Rennen
Auch Altach spitzt noch auf die Meistergruppe, nach einem 1:0-Heimsieg über Schlusslicht Blau-Weiß Linz fehlen dem Tabellenneunten nur zwei Punkte auf Platz sechs. „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Mir gefällt extrem gut, dass wir das umsetzen wollen, was wir uns vornehmen“, bilanzierte Ingolitsch-Nachfolger Ognjen Zaric nach dem zweiten Sieg im zweiten Match unter seiner Führung. In Gefahr geriet der Erfolg erst in der Schlussphase, nachdem Goldtorschütze Mohamed Ouedraogo Gelb-Rot gesehen hatte.

In Wolfsberg wurde WAC-Profi Marco Sulzner bereits in der elften Minute vom Platz gestellt. GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer ärgerte sich nach dem 2:2 über ein seiner Meinung nach zu Unrecht aberkanntes Tor aus einem direkt verwandelten Corner. „Wenn man sieht, was international passiert, dann ist das nicht einmal annähernd ein Foul, ein ganz klares Tor“, schimpfte der Steirer. Nur am Schiedsrichter wollte Feldhofer den Punkteverlust des Vorletzten aber nicht festmachen. „Wir suchen ganz klar die Schuld bei uns. Wir müssen ganz einfach mit drei Toren Unterschied gewinnen, die Torchancen dazu haben wir uns erspielt. Wir haben uns selber zwei Punkte gestohlen.“

Sein Team vergrößerte den Vorsprung auf Blau-Weiß immerhin auf fünf Zähler. Der WAC liegt im Rennen um eine Meistergruppen-Teilnahme als Achter einen Punkt unter dem Strich und gastiert am Sonntag beim Tabellenletzten. Der neue Stürmer Jessic Ngankam schied im Finish mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel aus. Für seinen Kollegen Donis Avdijaj war wegen Knöchelproblemen vorzeitig Schluss.


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